Urinary incontinence in horse riders: symptoms and causes - My Riding Underwear

Inkontinenz beim Reiten: Ursachen, Symptome und mögliche Zusammenhänge

Inkontinenz beim Reiten ist für viele Reiterinnen ein unangenehmes Thema – und doch berichten einige zumindest zeitweise davon.

Vielleicht kennst du es:
mehrmals vor der Prüfung zur Toilette gehen,
im Sitzttrab plötzlich Unsicherheit spüren,
oder beim Angurten merken, dass sich die Blase nicht ganz so kontrollierbar anfühlt wie gewohnt.

Inkontinenz beim Reiten kann mit Haltung, Druck im Sattel und der Beanspruchung des Beckenbodens zusammenhängen. Jeder Körper reagiert unterschiedlich – und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Was bedeutet Harninkontinenz?

Harninkontinenz beschreibt den ungewollten Verlust von Urin.

Sie kann gelegentlich auftreten oder häufiger vorkommen.
Wichtig ist: Sie ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann.

Viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Phasen, in denen die Blasenkontrolle weniger stabil ist – etwa nach Schwangerschaften oder bei hormonellen Veränderungen.

Warum kann Reiten Einfluss haben?

Reiten ist eine dynamische Sportart. Dabei können Bewegungsimpulse im Trab oder Galopp Einfluss auf den Beckenboden haben und bei manchen Reiterinnen zu Urinverlust beim Reiten beitragen.

Dabei wirken:

  • vertikale Bewegungen

  • Druck im Sattel

  • Muskelanspannung

  • Körperspannung unter Stress (z. B. im Turnier)

Für manche Reiterinnen bleibt das unproblematisch.
Andere bemerken Veränderungen in ihrem Körpergefühl.

Reiten verursacht nicht automatisch Inkontinenz – kann aber bestehende Faktoren beeinflussen.

Mögliche Formen von Harnverlust

Je nach Situation kann sich Inkontinenz unterschiedlich zeigen:

Belastungsinkontinenz
Kleiner Urinverlust bei Druck oder Anstrengung – etwa beim Husten, Lachen oder im Sitzttrab.

Dranginkontinenz
Plötzlicher, starker Harndrang, der schwer kontrollierbar ist.

Mischformen
Eine Kombination aus beidem.

Weitere Einflussfaktoren

Neben der sportlichen Belastung spielen häufig auch andere Aspekte eine Rolle, zum Beispiel:

  • Schwangerschaft oder Geburt

  • hormonelle Veränderungen

  • längere Trainingsphasen

  • Stress

  • Beckenbodenanspannung oder -ermüdung

Auch vorübergehende Reizungen der Blase (z. B. durch Infektionen beim Menschen) können Symptome verstärken.

Wichtig: Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf die Gesundheit der Reiterin – nicht auf Erkrankungen des Pferdes.

Der Beckenboden und seine Rolle

Der Beckenboden unterstützt unter anderem die Blasenkontrolle.

Manchmal liegt eine Schwäche vor.
Manchmal jedoch auch eine dauerhafte Spannung oder Überlastung.

Nicht jede Situation erfordert automatisch mehr Krafttraining.
Manchmal sind Körperwahrnehmung, Haltung oder Entlastung entscheidender.

Mehr dazu findest du im Artikel zum Thema Beckenboden beim Reiten.

Wann sollte man Unterstützung suchen?

Wenn Harnverlust regelmäßig auftritt, stärker wird oder Unsicherheit im Alltag oder Training verursacht, kann es sinnvoll sein, fachlichen Rat einzuholen.

Viele Formen von Inkontinenz lassen sich gut begleiten oder verbessern.

Fazit

Inkontinenz beim Reiten ist kein Randthema – auch wenn selten offen darüber gesprochen wird.

Der Körper reagiert individuell auf Belastung, Druck und Training.
Bewusstsein für Haltung, Beckenboden und Komfort kann helfen, wieder mehr Sicherheit im Sattel zu finden.

Häufige Fragen

Ist Inkontinenz beim Reiten häufig?

Einige Reiterinnen berichten zumindest zeitweise davon. Die Ausprägung ist individuell unterschiedlich.

Kann Reiten Inkontinenz verursachen?

Reiten allein gilt nicht als direkte Ursache für Inkontinenz. Bei manchen Reiterinnen kann die Belastung des Beckenbodens jedoch bestehende Faktoren verstärken.

Verursacht Reiten Blasenschwäche?

Reiten allein gilt nicht als direkte Ursache, kann aber bestehende Faktoren beeinflussen.

Ist Urinverlust beim Reiten normal?

Einige Reiterinnen erleben gelegentlich Urinverlust beim Reiten, besonders bei intensiver Belastung oder Veränderungen im Beckenboden. Die Ursachen können individuell unterschiedlich sein.

Sollte ich mit dem Reiten aufhören?

In den meisten Fällen nicht. Oft helfen Anpassungen bei Haltung, Trainingsintensität oder mehr Komfort im Sattel.

Weitere Themen rund um Beckenboden und Reitkomfort:
Druckempfindlichkeit im Sattel
Beckenbodenbelastung im Trab

Schlussgedanken

Bewusstsein für den eigenen Körper, den Beckenboden und den Komfort im Sattel kann vielen Reiterinnen helfen, mit Inkontinenz beim Reiten besser umzugehen.

Hinweis

Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine individuelle medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden sollte eine qualifizierte Fachperson konsultiert werden.

Letzte Aktualisierung: 2026

 

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